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Das frischgeschossene Reh muss nach dem Ausweiden
unbedingt noch ein paar Tage im Kühlraum reifen, damit sich der köstliche
Wildgeschmack entwickeln kann.
Rehe werden vom Waldbesitzer als Waldschädlinge
angesehen. Es äst nur die zartesten jüngsten Pflänzchen – aber eben auch die
Neutriebe junger Bäumchen. Das macht eine konsequente Bejagung notwendig,
Durch die besondere Nahrungsauswahl ist Rehfleisch
von unübertroffenem Wohlgeschmack.
Rehbraten
· 1,5 kg Rehkeule oder Schulter ohne Knochen · 500
ml Rotwein · 2 Zwiebeln, grob gehackt · 2 Karotten, grob gehackt ·
2 Selleriestangen, grob gehackt · 2 Lorbeerblätter · 5-6
Wacholderbeeren · 4-5 Zweige frischer Thymian · Salz und Pfeffer ·
Räucherspeck zum Spicken · 500 ml Brühe
Zubereitung:
Das Fleisch evtl.
abspülen
(mache ich nie) und trocken tupfen. Überschüssiges Fett entfernen, es
schmeckt nicht gut - meist etwas tranig.
Spicken
Mit der Spicknadel – oder einem Messer. Mit einem
spitzen Messer 2-3 cm tiefe Einschnitte im Abstand von etwa 3-4 cm
voneinander in das Fleisch machen. In Pfeffer gewälzte Speckstreifen
hineinstecken. Das Spicken trägt zur Aromatisierung des Rehbratens
bei, indem es zusätzlichen Geschmack und Saftigkeit bewirkt.
Den Braten mit Salz und Pfeffer einreiben. Das
Beizen lehne ich ab, das ist bei gereiften Fleisch kontraproduktiv (s.a.
Hautgout), es wässert das Fleisch nur aus.
Den Backofen auf 180°C vorheizen.
In einem Bräter auf dem Herd Butterschmalz erhitzen.
Den Rehbraten von allen Seiten gut anbraten, bis er eine schöne braune
Kruste bekommt. Das dauert etwa 5-7 Minuten.
Den Rehbraten aus dem Bräter nehmen und beiseite
stellen. Das kleingeschnittenes Wurzelgemüse, sowie Zwiebel im Bräter
anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Den Rehbraten wieder in den Bräter
legen und mit Rotwein ablöschen, Wachholderbeeren und Thymian dazu und ¼ L
Brühe angießen. Den Bräter abdecken und in den vorgeheizten Ofen stellen.
Den Rehbraten für etwa 2,5-3 Stunden schmoren
lassen, bis er zart ist. Ab und zu den Braten wenden und mit dem Bratsatz
übergießen – ist dieser schon am Boden zusammengeschmurgelt Rotwein oder
Brühe nachgießen.
Nach der Garzeit den Braten aus dem Bräter nehmen
und warm halten. Die Flüssigkeit abseihen und zum Kochen bringen – evtl.
reduzieren.
Die Sauce mit kalter Butter legieren oder mit Creme
fresh binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Rehbraten in schöne Scheiben schneiden und mit
der Sauce servieren.
Als Beilage passen Kartoffelklöße, Rotkohl und
Preiselbeergelee.
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