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Rösti – gesprochen Röschti ist eine Schweizer Spezialität,
die sich auch bei uns in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Als
klassische Beilage zu Geschnetzeltem, zu Pfifferlingen, erobern sich diese „Kartoffelbratlinge“
immer weitere Gebiete – schmeckt auch hervorragend zu Lachs.
Rösti, kann man fertig tiefgefroren kaufen. Selbsgemachte sind natürlich
individueller.
Rösti sind nichts anderes, als in Oblatenform gebackene grob
geraspelte Kartoffeln – mit Gewürzen. Doch bei aller Einfachheit - die
Herstellung setzt doch einige Geschicklichkeit voraus.
Es gibt zwei Zubereitungsarten: Aus Pellkartoffeln vom Vortag und aus rohen
Kartoffeln. Mir sagt die zweite Variante mehr zu, da muss ich nicht vorplanen,
ob ich am nächsten Tag Appetit auf Rösti habe...
Pro Rösti werden 3 rohe festkochende mittelgroße Kartoffeln grob geraspelt.
Die eidgenössische Hausfrau hat dazu eine spezielle Röstiraffel – doch es
geht auch mit den groben Noppen einer Gemüseraspel.
Zwischen einem Küchentuch presst Du die Raspeln ziemlich trocken und gibst sie
in eine Schüssel. Mische eine Prise Salz und etwas Pfeffer aus der Mühle
darunter. Sei vorsichtig mit dem Salz – Rösti sind schnell versaalzen!
In einer flachen Pfanne – zu der Du hoffentlich einen Deckel besitzt - lasse
in 1 EL Butterschmalz 50 g feingewürfelten mageren Speck aus. Gib die
Kartoffelspäne hinzu, wende sie sofort mit einer Palette (Spatel) um und um,
dass sie überall Fett annehmen und etwas anbraten. Sieh zu, dass nichts
anhängt!
Dann drücke das Ganze vorsichtig zu einem lockeren flachen Kuchen zusammen und
decke die Pfanne zu – besitzt Du keinen passenden Deckel, tut es zur Not auch
ein Teller.
Drehe nun die Platte ganz klein und lass das Ganze in etwa 30 Minuten zu Rösti
konvertieren - nimm aber nach 20 Minuten den Deckel ab.
Nach der Zeit legst Du einen Teller auf die Pfanne, wendest
beides und auf dem Teller werden herrlich golbraune Rösti liegen – soweit die
Theorie.
In der modernen deutschen Edelstahlgeschirr-Küche wird beim Erstversuch auf dem
Teller nichts drauf sein. Die Rösti werden sich höchst unwillig zeigen, ihren
Geburtsort zu verlassen. Da hilft auch nicht ein leichtes anlupfen mit dem
Messer, wie etwa beim Spiegelei. Mit aller Kraft krallt es sich am Pfannenboden
fest.
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:
Erstens, Du kratzt das widerspenstige Ding mit einem Metallspatel gewaltsam
heraus - Dann hast Du Rösti etwa in Form der Wiener Kaiserschmarrn – Kratzete,
wie diese in Schwaben treffend heißen.
Oder zweitens, Du stellst die Pfanne zum Abkühlen auf einen kalten Untergrund.
Nach ca. 15 Minuten wirst Du mit Hilfe eines Metallspatels ein einigermaßen
heiles Rösti auf den Teller zaubern können.
Allerdings musst Du es in der Mikrowelle wieder aufwärmen.
Ich rate darum für die ersten Versuche zu einer Teflonpfanne, das ist weniger
frustrierend...
Oder Du kaufst Dir endlich eine richtige Pfanne - eine
eiserne Pfanne
!
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