Soljanka

Das Gericht kommt aus der Ukraine und ist eine der wenigen angenehmen Hinterlassenschaften der russischen Besetzung Ostdeutschlands. In den neuen Bundesländern kennt diese Suppe jeder. In den alten Bundesländern kaum einer – und das ist schade, denn es ist eine sehr kräftige, wohlschmeckende Suppe. Und es können alle möglichen Braten-Reste mit verarbeitet werden - sie hat also auch ein bissel schwäbischen Charakter...

Im Topf ca. 200g in Würfel geschnittenen durchwachsenen Speck ausschmoren und darin 200g in Streifen geschnittene Zwiebeln glasig dünsten. 500g in feine Streifen (ca. 5mm) geschnittene Kochsalami hinzufügen und einige Minuten ausschmoren. Es können auch Bratenreste, Schinken oder Wiener Wurst (alles in Streifen geschnitten) mit verwendet werden.

Nun 1 EL Edelsüß-Paprika drüberstreuen - durchrühren. Dann etwa 100g doppeltes Tomatenmark und 2 gehackte Knoblauchzehen hinzugeben, kurz durchschmoren, und 4-5 gewürfelte Gewürzgurken hinzufügen, durchschmoren und mit 1,5 L Fleischbrühe auffüllen, ein kräftiger Schuss Gurkenwasser kann auch nicht schaden.

Die Suppe nun 10-12 min kochen, dabei kräftig mit Pfeffer aus der Mühle und Salz abschmecken und 4 Scheiben Zitrone und 1 EL Kapern zufügen. Die Suppe soll kräftig säuerlich schmecken.

Beim Servieren gehackten Dill überstreuen und in jeden Teller 1 EL Saure Sahne hineingeben.

Dazu wird Weißbrot gegessen.

 

*