Saure Kartoffelstückchen

Ich hielt es eigentlich für ein „Notstandsgericht“ und als Kind habe ich es auch nicht gemocht. Aber ich fand es in einigen Gegenden (und Restaurants) Deutschlands durchaus verbreitet. Außerdem esse ich es mittlerweilen sehr gern.
In anderen Teilen Deutschlands ist dieses Gericht auch als braunes Kartoffelgemüse oder saure Kartoffelrädle bekannt.

1 Kg kleine Kartoffeln schälen und in 5mm dicke Scheiben schneiden und mit 1 L heißer Brühe ansetzen. 1 kleine Zwiebel halbieren und mithilfe  zweier Nelken je ein Lorbeerblatt drauf spicken. Das „Gesteck“ und 3 Wacholderbeeren hinzugeben. 15min leicht köcheln lassen.

Inzwischen aus 30-40g Butter und 4 EL Mehl eine ziemlich dicke dunkle Mehlschwitze bereiten. Nach der Zeit in den Topf geben und gut umrühren.
½ Glas Weißwein unterrühren und mit geschlossenem Deckel leicht weiterköcheln.
Eine gewürfelte Gewürzgurke und in Butter geröstete Zwiebelwürfel hinzugeben (sächsische Machart). Eventuell nochmals kräftig mit Essig, Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken.

(Vorsicht, brennt leicht an!).

1 Löffel Crème fraiche und ½ gekochtes Ei als Garnierung auf den Teller.

Im Schwäbischen (Saure Kartoffelrädle) kommen auch noch ein Paar Saitenwürstle (Wiener) drauf. 

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