Sächsische Kartoffelsuppe

Schäle ein Pfund Kartoffeln - Sorte "mehlig kochend" - und schneide sie in 1cm große Würfel. Im Topf mit Wasser auffüllen, dass sie gerade bedeckt sind. Hast Du Fleischbrühe zur Hand – umso besser. Langsam zum Kochen bringen und dann ca. 1 EL grobes Salz dazu.
In der Zwischenzeit 2 große Möhren putzen und ebenfalls in Würfel schneiden. Ebenso 1/2 Sellerie. Alles in die leicht kochende Suppe geben. Ebenso 1 Lorbeerblatt.

Sellerie immer mit dem Selleriekraut kaufen, denn davon gehören auch einige Blätter grob gehackt mit hinein. Zur Not tun es auch getrocknete Sellerieblätter aus der Tüte oder selbst getrocknete vom letzten Mal.

Die Suppe muss jetzt 2 Stunden im geschlossenen Topf leicht sprudelnd kochen. Die Kartoffelstückchen werden zerkochen und kleiner werden – und die Suppe immer sämiger. Es besteht die Gefahr des Anbrennens, darum kleine Flamme und ab und zu mit einem Holzlöffel umrühren. Dabei kannst Du auch dem Prozess etwas nachhelfen, indem Du größere Kartoffelstückchen mit dem Holzlöffel am Topfrand zerdrückst.

Jetzt sollte auch schon mal abgeschmeckt werden, ob eventuell noch Salz fehlt. Vorher aber einen kleinen Schuss Essig hineingeben. Durch die Möhren kann die Suppe leicht basisch werden, was offensichtlich unsere Geschmacksnerven unempfindlicher macht. Wenn Du das nicht beachtest kannst Du würzen wie Du willst, es wird immer ein fader Geschmack bleiben. Tust Du dann erst den Schuss Essig zu, erscheint die Suppe plötzlich versalzen!

Der Tipp mit dem Schuss Essig gilt übrigens für alle Gemüseeintopfe!

Lasse jetzt in einer Pfanne 50g kleingewürfelten Speck aus. Die Würfel sollen zusammenschnurren und braun werden, aber nicht rauchen – darum kleine Flamme. Danach gib Zwiebelwürfel von einer mittelgroßen Zwiebel hinein und brate sie langsam goldgelb, eine Prise Salz beschleunigt den Vorgang. Dann die Pfanne in die Suppe ausleeren und sofort umrühren.

Nun erst wird die Suppe gepfeffert - ca. ½ Teelöffel ist gut.. Pfeffer darf nicht lange mitkochen, sonst verliert er sein Aroma. Außerdem löst sich das Aroma des Pfeffers nur in Fett – und vorher war ja keines drin.
Mahle mit der Pfeffermühle aber nie über dem kochenden Topf. Durch den Dampf wird die Mühle unten feucht und es bildet sich bald eine unappetitliche Kruste aus Pfeffer, Fett und Feuchtigkeit, die leicht schimmelt. Also schräg auf ein Brettchen stellen beim Mahlen. So hast Du auch eine gute Mengenkontrolle.
Merke Dir, wieviele Umdrehungen Deiner Pfeffermühle einen TL voll ergeben (bei meiner Mühle sind es 100). Da musst Du nicht immer mit dem Löffel messen.

Die Suppe wird jetzt schön sämig sein mit kleinen Kartoffelbröckchen und Möhrenstückchen. Eine Sächsische Kartoffelsuppe wird nicht durchpassiert!

Im Prinzip ist die Suppe jetzt fertig. Der Wohlgeschmack lässt sich aber noch beträchtlich erhöhen, wenn Du ein Stück gewürfelte Kochsalami (etwa 200g) kurz mit aufkochen lässt.

Am besten schmeckt die Suppe wieder aufgewärmt. Die kalte Suppe ist sehr steif, darum Vorsicht beim Aufwärmen, brennt leicht an - aber nicht gleich hektisch mit Wasser verdünnen!

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