Das Huhn im Topf

Nimm möglichst ein frisches Suppenhuhn, das schmeckt am besten. Ein tiefgefrorenes  musst Du erst auftauen und den Tausaft wegschütten! 

Teile das Huhn mit der Geflügelschere in zwei Hälften. So geht es besser in den Topf. Das Fett muss auch mit hinein, sonst bekommt die Brühe keinen Geschmack. Setzte das Huhn mit ca. 2 L kaltem Wasser an und bringe es langsam zum Kochen. Kocht es, gib eine kleine Zwiebel und eine handvoll Suppengemüse aus der Tiefkühlpackung dazu und 1 EL grobes Salz, sowie ½ TL Zucker. Zusätzlich eine frische Möhre kann auch nicht schaden.

Das Huhn muss nun bei offenem Topf 3 Stunden langsam simmern. Nicht sprudelnd kochen – die Oberfläche der Brühe darf nur „lächeln“!
Evtl. muss die verkochte Flüssigkeit ab und zu wieder mit etwas kochendem (!) Wasser aufgefüllt werden. Es sollen möglichst keine Hühnerteile aus der Oberfläche herausschauen. Das ist natürlich auch abhängig von den Topf-Dimensionen. Lawiere so, dass Du am Ende etwa 1½ L Brühe hast

Nach der Zeit ziehst Du den Topf von der Herdplatte und lässt ihn ½ Stunde ruhen.

Nimm die Hühnerteile heraus und gieße die Brühe durch ein Sieb. Das Gemüse kannst Du wegschmeißen, es ist weich und ausgelaugt.
Ist das Fleisch abgekühlt, ziehe die Haut ab. Diese kannst Du gleich essen, wenn Du sie magst, oder dem Gemüse hinterherschicken. In der Suppe ist das labberige Zeug nicht sehr angenehm. Ich teile sie immer mit meinen Katzen.

Löse das Fleisch von den Knochen und teile es in mundgerechte Stücke. Fett verwirfst Du.

Bringe nun die Brühe wieder zum Kochen (evtl. vorher mit Küchenkrepp etwas entfetten – Du entfernst damit allerdings auch Geschmack!) und gebe zwei Hand Nudeln hinein. Willst Du einen bunten Hühnertopf (sehr gut), gib auch noch eine handvoll Tiefkühlgemüse (Möhren, Erbsen, Spargel) mit hinein. Noch besser wird es, wenn Du das Gemüse vorher in einer kleinen Pfanne mit etwas Butter und Salz abschwitzt.
Jetzt schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Möglichst auch noch mit einer kleinen Prise Safran.1

Sind die Nudeln al dente, gebe das Fleisch hinzu. Noch einmal kurz aufkochen, ziehe den Topf vom Herd und lasse ihn noch 10 Minuten ruhen.

 Guten Appetit!  

Übrigens: 
Eine Tasse Hühnerbrühe ist ein treffliches Mittel gegen gesundheitliche und anderweitige Tiefpunkte.

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Für "Hühnernudeln" gibt's auch noch eine Schnellvariante

 

1) Hier noch einige Ratschläge zur Verwendung von Safran. Safran ist sehr geschmacksintensiv. Nur ganz wenig nehmen, sonst schmeckt es vor.
Safran ist teuer und wird oft verfälscht, vor allem als Pulver. Sicherer geht man beim Kauf von Fäden. Safran-Fäden müssen erst in einem kleinen Mörser zerstoßen bzw. behelfsmäßig mit einem Kaffeelöffel zerdrückt werden. Oder man weicht sie in ein wenig heißem Wasser auf und gibt sie samt Einweichwasser an die Speise.

Hochwertige Safranfäden sind kräftig rot und fühlen sich fettig an.