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Hirschfleisch stammt nicht ausschließlich von
männlichern Tireren. Mit Hirschfleisch wird auch das Fleisch der weiblichen
Tiere, der sog. Hirschkühe bezeichnet. Hirsch hat von Natur aus einen intesiven
Wildgeschmack, der sich bei älteren Hirschen sehr verstärken kann und evtl.
durch Beizen gemildert werden muss. Nur Hirschfleisch von jüngeren Tieren
ist ein Genuss.
Wohlgemerkt - hier ist von Rotwild die Rede! Fleisch
vom Damhirsch, welches mitunter auch als Hirschbraten angeboten wird, ist
hier nicht gemeint.
Hirschfleisch ist grobfaseriger wie Reh, es sollte
langsam und bei niederer Temperatur gegart werden - dann wird es auch schön
zart.
Hirschbraten
- 1 kg Hirschkeule
- 1 Bund Suppengrün
- 3 Schalotten
- 3 EL getrocknete Steinpilze
- 2 EL Tomatenmark
- 3 Lorbeerblätter
- 6 Pimentkörner
- 4 Wacholderbeeren
- 4 Zweige frischer Thymian
- 1 EL Balsamico-Essig
- 300 ml Wildfond oder Brühe
- 1 Fl. Rotwein
- Butterschmalz
- Crème fraîche
- Sahne
Zubereitung:
Das Gemüse
vorbereiten: Möhren in Scheiben schneiden. Sellerie schälen und würfeln. Lauch
waschen, putzen und in Ringe schneiden. Die Schalotten abziehen und
halbieren. Steinpilze in etwas Kochendwasser einweichen.
Das Fleisch evtl. kalt
abspülen (mache ich nie, will das Fleisch nicht auswässern), trocknen, salzen und pfeffern.
Backofen auf 160 Grad
vorwärmen.
Im Bräter Butterschmalz
erhitzen und das Bratenstück darin von allen Seiten anbraten, sodass eine
kräftige Röstkruste entsteht. Dann den Hirschbraten herausnehmen und
beiseite stellen.
Nun das vorbereitete Gemüse und die Schalotten in
das Bratfett und unter Rühren ca. 5 Minuten anrösten. Dann das Tomatenlark
hinzu und kurz mitrösten. Mit einem Schuss Rotwein und EL Balsamico
ablöschen Nun die Gewürze und die Pilze samt Einweichwasser hinzu. Den Fond
dazugeben und im offfenen Bräter alles ca. 10min einkochen lassen
Jetzt den Hirschbraten einlegen, den Deckel drauf und
den Bräter in den Ofen schieben.
Von Zeit zu Zeit den Braten mit dem Bratsatz beschöpfen,
wenn zu stark eingeschmurgelt, Rotwein nachgießen.
Bratzeit ca 2½ Std.. Die Brattemperatur soll 160 Grad
nicht übersteigen, lieber länger braten. Langsam bei niederer Teperatur macht den Braten
mürbe.
Ist der Braten gar, herausnehmen und warmhalten - abruhen lassen.
Für die Sauce den Bratsud
mit Rotwein lösen und durch ein Sieb laufen lassen um so die groben Gewürze
herauszufiltern. Einen Teil des Gemüses zum Binden der Sauce mit durch das
Sieb streichen.
Sauce mit Sahne und Crème fraiche verfeinern und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Den Braten mit einem scharfen Messer in Scheiben
schneiden - evtl. in die Sauce legen und noch ein paar Minuten im Ofen
ziehen lassen.
Hirschbraten mit
gebratenen Pfifferlingen und Semmelknödeln anrichten
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