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Der Fasan muss reifen
– Hautgout entwickeln (s.d.). An den Schwanzfedern aufhängen, bis er
abfällt, wie Brillat-Savarin schreibt? Man muss es ja nicht soweit treiben.
Mir ist das allerdings mal passiert, weil er zu warm hing – geschmeckt hat
er köstlich!
Nach Rupfen und Ausnehmen,
trocken auswischen – ich wasche Wildgeflügel grundsätzlich nicht mit Wasser
- und mit Salz und Pfeffer ein- und ausreiben. Mit der Leber mache ich
aus Schweinehack, ein paar Waldpilzen (oder Champignons), gehackter
Schalotte, Thymian, Pfeffer, Salz eine gut gewürzte Fülle. Nach dem Füllen
den Fasan mit ein paar Zahnstochern zustecken.
Fasanenfleich ist sehr mager.
Damit es nicht trocken wird, Brust und Schenkel mit dünnen Speckscheiben
belegen und mit Küchengarn anbinden.
Im Bräter mit Speck und
Butterschmalz ringsherum schön anbraten. Dann den Vogel herausnehmen und
in dem Fett geschnittenes Wurzelgemüse (Petersilienwurzel, Möhre, Sellerie)
halbierter Schalotte und ein paar gequetschten Wachholderbeeren bräunen.
Eine Handvoll geschnittener Champignons dazu, machen sich auch gut. Einen EL
Tomatenmark kurz mitbräunen und mit Rotwein ablöschen und noch ein Zweiglein
Thymian dazu.
Den Vogel wieder - Brust nach
oben - in den Bräter setzen, und bei mittlerer Temperatur (ca.
180°-200° - keine Umluft) im Herd ca. 1 Std. schmurgeln – anfangs mit
geschlossenem Deckel. Ab und zu mit dem Bratsaft begießen.
Dann den Fasan herausnehmen,
den Speck abnehmen und warm stellen – eventuell auf dem Grillrost im Herd
noch etwas nachbräunen.
Bratsatz mit Rotwein aufrühren.
Je nach Gusto kann auch ein Teil des Gemüses mit den abgelösten
Speckscheiben püriert und mit zur Sauce gegeben werden. Zur Sauce ein Löffel Preiselbeergelee dazu und mit Creme fraiche binden.
Den Fasan tranchieren, die Fülle in
Scheiben schneiden. Dazu gibt's bei mit
Kartoffelpüree und Rotkohl.
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