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Ich habe einen gepökelten Krustenbraten von 1,7 kg gekauft – unter 1,5 kg sollte er nicht sein, sonst wird das nichts Richtiges.
Zuerst wird die Schwarte mit einem superscharfen Messer
(ersatzweise ist einTapetenmesser geeignet) rautenförmig eingeschnitten. Das geht
besser, wenn die Schwarte vorher mit kochendem Wasser gebrüht wird.
Die Schwarte wird mit einem TL Salz
und Pfeffer aus der Mühle bestreut und das solange in die eingeschnittene Schwarte einmassiert, bis das Salz verschwunden ist.
Dann Unterseite und die Seiten mit süßem Senf und Honig einbalsamieren. Am nächstem Morgen das Stück mit der Mühle einpfeffern, mit gestoßenem Kümmel bestreuen und in einem Bratentopf von allen Seiten anbraten – die Schwartenseite zuerst.
Inzwischen werden drei Möhren und 1 Stück Sellerie gewürfelt, sowie 1 Stück Porree in Scheiben geschnitten. Es reicht gerade ein käufliches sogenanntes Wurzelwerk, dazu möglichst eine Petersilienwurzel –
früher selbstverständlicher Bestandteil des Wurzelwerks.
Auf dieses Gemüsebett wird nun der Braten gesetzt – die Schwarte nach oben.
Das Bratenstück nun in Alufolie wickeln und erstmal beiseite stellen, um die Soße zu machen: Das Gemüse aus dem CrockPot tat ich in einen kleinen Soßentopf und ich ging mal mit dem Pürierstab durch. Eigentlich ist diese Art der Soßenbereitung nicht die meine, weil mir die Soßen dann oft zu gemüsig-säuerlich schmeckten. Nach einer Verkostung des Gemüses meinte ich aber, hier könne das was werden. Die pürierte Soße gab ich noch durch ein Soßensieb und reduzierte sie auf die Hälfte ein. Dann rührte ich ½ Becher Schmant hinein – fertig.
Den Braten gab ich nun für 10 Minuten in der auf 250° vorgeheizten Herd unter den Grill – bis die Oberfläche leicht blaselte. Das dient einmal zur Erwärmung des Bratens und zweitens zur leichten Anröstung der Schwarte. Wohl gemerkt: zur
leichten Anröstung. Nach dem Übergrillen wird der Braten angeschnitten:
Dazu Bayrische Semmelknödel und Bayrisch Kraut. * |