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Kraut braucht Fett, sagen die Württemberger - und die Württemberger kochen das beste Kraut weit und breit.
Oft wird der Fehler gemacht, dass das Rotkraut zu vorsichtig gewürzt wird. Oder es wird mit zuwenig Fett und mit Wasser totgekocht.
Nimm einen kleinen Rotkohlkopf, prüfe ob er frisch riecht. Und das Kraut muss leicht süßlich schmecken.
Verwerfe die äußeren Blätter, viertele den Kopf und schneide großzügig den Strunk heraus. Auf einem Holzbrett schneide die Viertel quer in 5mm-Streifen. Die dicken Rippen lässt Du übrig.
In einem großen breiten Kasserol brate 200g kleine Speckwürfel aus. Sind sie schön glasig und haben alles Fett abgegeben, reduziere die Hitze, gib das Kraut mit einem EL Salz hinzu und schließe den Topf.
Würfele inzwischen einen geschälten Apfel. Nach 10min gibst Du die Apfelwürfel, 2 EL Zucker, 3 Nelken und einen guten Schuss Essig auf das Kraut und rührst um.
Lasse jetzt den geschlossenen Topf 20min langsam schmoren.
Hat sich dann Saft gebildet, rühre um und koche mit offenem Topf weiter. Der Saft muss bis auf einen kleinen Rest eingedampft werden. Das Kraut muss fettig
dunkel-lila glänzen und darf nicht pampig in einer roten wässrigen Brühe schwimmen.
Schmecke jetzt mit Salz, Essig und Zucker nochmals ab, es muss kräftig süßsauer schmecken. Den Topf schließen und die Platte ausschalten.
Nach 10 Minuten Ruhezeit wirst Du ein saftiges, noch bissfestes Rotkraut im Topf haben.
Zwiebel oder Kümmel gehören nicht an's
Rotkraut!
Eventuell kannst Du den Geschmack noch mit etwas Muskat und einem Schuss Rotwein abrunden.
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