Polenta

Eine unverzichtbare Hauptspeise im Tessin - in der Deutschen Küche in Vergessenheit geraten. Im “GROßEN ILLUSTRIERTEN FRAUENLEXIKON für praktische Hausfrauen, Töchter und Verlobte“ anno 1900 ist die Zubereitung noch aufgeführt und demzufolge damals auch bei uns bekannt gewesen.

Früher wurde die Polenta aus Buchweizen gemacht, heute fast ausschließlich aus Maisgrieß.
Über die „einzig richtige“ Zubereitung werden Diskussionen mit weltanschaulicher Verbissenheit geführt:„eine Stunde rechtsherum gerührt - nein, 60 Minuten linksherum“... Na ja...
Ich beschreibe hier eine Zubereitungsart, die 100%ig klappt und das Beilagen-Spektrum wohlschmeckend bereichern kann
1 L Wasser (oder Brühe) mit 1 TL Salz aufkochen und die Platte auf die kleinste Stufe zurückschalten. Unter ständigem Rühren mit dem Holzlöffel 300 g Maisgrieß (mittelfein) einrieseln lassen. Deckel drauf und zu! Die Polenta 10min blubbern lassen. Dann die Platte ausdrehen und noch weitere 10 Minuten in Ruhe lassen.
Nun die Polenta auf einem nassen Brett mit einem Teigschaber ungefähr 1½ cm hoch glatt aufstreichen und abkühlen lassen.
Mit einem nass abgespülten Messer die abgekühlte Polenta in fingerbreite Streifen schneiden und in der Pfanne braten. 

Damit lässt sich nun Vielerlei anfangen. Z.B.: 

  • Einfach Olivenöl auftröpfeln und Parmesan drüber.

  • Oder würfle 2 Tomaten, mische eine Zehe gehackten Knoblauch und reichlich gehacktes Basilikum darunter. Würze kräftig mit Pfeffer und Salz und gib es auf dem Teller über die gebratenen Polentastreifen. Noch etwas Olivenöl darüber.

  • Oder lege Streifen dicht nebeneinander (aber nicht geordnet) in eine gefettete Auflaufform. Soviel Sahne angießen, dass sie gerade noch herausschauen. Üppig mit Gratinkäse überstreuen (kein Parmesan!) und 30min bei 180° überbacken.

  • Oder als Beilage zu Gebratenem oder Ragouts.

Jedenfalls ist das alles sehr sättigend!

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