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Böhmische Knödel - das ist eine ganz schnell gemachte, wohlschmeckende
und mehrfach verwendbare Sache. Und für Böhmen mindestens ebenso unverzichtbar, wie für Schwaben die
Spätzle oder ihr Kartoffelsalat.
Böhmische „Knedlik“ haben die hervorragende Eigenschaft, Soße
besonders gut aufsaugen zu können - oder das Bratfett von den Karfonadl'n – das „ditte Fett'n“,
wie Deine böhmische Urgroßmutter immer sagte.
Oder Knödelscheiben werden einfach nur mit Tomatensoße übergossen. Paradeisersoße, wie sie dort heißt
– weil die Tomaten dort Paradeiser genannt werden – Paradiesäpfel.
Übriggebliebene Scheiben lassen sich in der Pfanne braten – schmecken
dann auch „ohne was“ - sowohl warm, als auch kalt.
Wirklich universell verwendbar.
Zur Herstellung braucht man „griffiges“ Mehl. Das ist so ein
Mittelding zwischen Backmehl und Grieß. In Schwaben gibt’s das als Spätzlemehl... woanders als
Nudelmehl, Nockerlmehl. Zur Not geht auch eine Mischung halb-und-halb Weizengrieß und Weizenmehl Typ
405.
Zubereitung
1 Pfund Mehl in eine Schüssel sieben. 1 TL Salz, 1 TL
Zucker, 1 TL Backpulver und etwas geriebenen Muskat untermengen.
In einer Tasse Milch 1 Eigelb verquirlen und zusammen mit 1 Tasse
Selterswasser nach und nach in den Teig rühren. Den Teig gut durcharbeiten.
1 Semmel in Würfel schneiden und in Butter goldgelb anrösten. Erkalten
lassen und unter den Teig mischen. Danach den Teig 20min ruhen lassen.
Inzwischen in einem breiten Topf etwa 3 L Wasser zum Kochen
bringen.
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Forme mit nassen Händen den Teig zu einer Rolle von etwa 8cm
Durchmesser, lege sie in das sprudelnde kochende Wasser und lasse sie etwa 25 Minuten sieden - also
sieden – nicht bloß simmern.
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Mit einem Schaumlöffel herausheben. Die Rolle soll nun mit einem
Zwirnsfaden in ca. 1 ½cm dicke Scheiben geteilt werden.
Ich nehme allerdings meist ein Messer - da dieses in der Küche eher greifbar ist, als ein Zwirnsfaden.

Viel Soße muss sein
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