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Zutaten:
Die abgepellten Kartoffeln reiben oder durch die Kartoffelpresse
drücken. Früher gab es so ein Passiersieb mit Drehling, das nannte sich „Flotte
Lotte“. Damit bereiteten die Muttis die Kost für ihre zahnlosen Sprösslinge.
Heute, wo auch die Babys aus dem Fastfood-Glas ernährt werden, wird so ein
Gerät wohl in keinem Haushalt mehr vorhanden sein. Ich habe es allerdings vor
nicht all zu langer Zeit bei WMF noch gesehen.
Die passierte Kartoffelmasse mit dem trockenen Quark gut
vermengen. Trockenen Quark wirst Du in Deutschland nirgends mehr bekommen -
außer vielleicht beim Bauern im Hofladen. Kaufe also Magerquark und lasse ihn
unbedingt über Nacht in einem Sieb oder einer Serviette abtropfen. Du wirst
Dich wundern, wie viel Wasser Du mitbezahlt hast. Von einem 500g-Becher bleiben
da oft nur 200g übrig - also reichlich einkaufen!
Die Eidotter mit dem Zucker verschlagen und mit der geriebenen
Zitronenschale, dem Salz und dem Grieß unter die Quark-Kartoffel-Masse gut
verrühren. Der Teig muss jetzt 1 Stunde ruhen.
In der Zwischenzeit die Korinthen waschen und mit ein wenig
heißem Wasser aufquellen lassen. Die Korinthen nach der Ruhezeit des Teiges
untermischen.
In der Pfanne 1 EL Butterschmalz auf kleiner Stufe erhitzen.
Mit feuchten Händen eine kleine Teigkugel formen, platt drücken, beidseitig in
Mehl wälzen und sofort vorsichtig in die Pfanne geben, dann das Nächste usw.
Jedes Mal die Hände wieder abspülen – die Masse ist klebrig
und etwas schwierig zu handhaben, doch es ist beherrschbar.
Die Quarkkeulchen bei geringer Hitze auf beiden Seiten je
5 min goldbraun braten, herausnehmen und mit Zucker bestreuen - usw. Ab und
zu die Pfanne mit Küchenkrepp auswischen und mit neuem Schmalz weiterbraten.
Die Keulchen sollten gleich gegessen werden. Erkalten sie, werden
sie fest. - In der Mikrowelle lassen sie sich allerdings
in 30 Sekunden wieder in (fast) frisch gebratene verwandeln.
So müssen sie sein: außen appetitlich knusprig, innen
locker-feucht-quarkig
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