Kaffe-Gelee

Koche in der Kaffeemaschine mit einem halben Liter (4 Tassen) Wasser und der doppelten Menge Kaffeepulver wie Du sonst nimmst, einen extrastarken Kaffee. In die Glaskanne hast Du zuvor 2 Stück Zimtrinde und eine Nelke gelegt. Wenn die Maschine aufhört zu blubbern, nimmst Du die Kanne weg – was jetzt noch kommt verdirbt nur den Kaffeegeschmack (gilt überhaupt für jeden guten Kaffee).

Du wirst jetzt also ca. 400ml Kaffee haben. Darin löst Du 100g braunen Zucker auf und gibst noch eine Prise Salz dazu.

In einer Tasse lasse 1 Päckchen gemahlene Gelatine mit 5 EL Wasser 10min vorquellen. Inzwischen röste in einer kleinen Pfanne 3 EL gehackte Mandeln mit einer Prise Zucker.

Nun fischst Du die Nelke und die Zimtrinde aus dem Kaffee und löst in dem noch heißen Kaffee die vorgequollene Gelatine auf, gebe die gerösteten Mandeln hinein und stelle die Glaskanne zum Abkühlen beiseite.

Aber nicht aus den Augen verlieren: Bei Zimmertemperatur fängt die Masse nach ca. 2 Stunden an zu gelieren und dick zu werden. Ist es soweit, rühre kurz um, damit sich die Mandelstücke gleichmäßig verteilen - die einmalige Störung wird die Gelatine verzeihen -  und gieße den Kaffee zum Ausgelieren in kegelförmige Stiel-Gläser oder Sektschalen. Jetzt in Ruhe lassen und auch nicht in den Kühlschrank stellen!

Mutter sagte immer, wenn sie Quittengelee kochte: „Rührt mir ja die Gläser nicht an, sonst wird es nicht fest!“ Recht hatte sie:
Ist auch der Gelee bildende Stoff bei Früchten das Pektin und bei der Speisegelatine das Kollagen, so sind doch die Mechanismen die gleichen.
Das Kollagen bildet fadenförmige Makromoleküle, die durch Wasser und Wärme gebrochen werden. Beim Erkalten suchen sich die Moleküle wieder zu Fäden zusammen, sodass sie ein festes Netzgeflecht bilden.
Durch Erschütterungen wird der Verkettungsprozess gestört und muss wieder von vorn beginnen. In der mittlerweile kälteren Flüssigkeit findet nicht mehr genug Molekülbewegung statt, sodass der Verkettungsprozess nicht vollendet werden kann. Die Gelatine wird nicht fest.

Geschieht das Erkalten zu schnell, z.B. im Kühlschrank, können sich ebenfalls nicht genügend passende Moleküle zusammenfinden und der negative Effekt ist der gleiche.

Zum Servieren, gib auf die Gläser ein Schlagsahnehäubchen Willst Du es aber ganz lecker machen, so bereite statt Schlagsahne einen Orangen-Sabayon:

  • Schlage mit dem Schneebesen in einer Metallschüssel im heißen Wasserbad (soll nicht sieden) mit 2 Eigelb, 3 EL Zucker und dem Saft einer halben Orange, einen Sabayon auf, bis er schön cremig ist (ca. 5min).
    Dann 2cl Cointreau dazu, kurz außerhalb des Wasserbades weiterschlagen und auf das kalte Gelee geben.

Als Dekoration zwei Löffelbiskuit und eine Orangenspirale.

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