Kartoffelgulasch    

Es gibt viele Rezepte; auf Kochseiten im Internet die sich Kartoffelgulasch nennen. Aber Kartoffelgulasch ist weder ein Wurstgulasch noch eine Kartoffelsuppe mit eingeschnittenen Wiener Würstchen. Das ist ein böhmischer Eintopf. Meine Frau brachte das Rezept aus ihrer Heimat Böhmen mit.
Eine kostengünstige Abwandlung - Verballhornung, würden empört die Magyaren protestieren - des ungarischen Kesselgulaschs.

Du solltest mindestens einen 2-Liter-Topf davon bereiten. Er wird bestimmt alle werden.

Im Topf werden in reichlich Butterschmalz 100g gewürfelter durchwachsener Speck, 200g Würfel von Kochsalami, eine gewürfelte Möhre, und 2 große gehackte Zwiebeln kräftig angebraten. Es können auch Schinkenreste und in Scheiben geschnittene Bockwurst mit verwendet werden, Der Wurstanteil sollte nicht zu mager sein, sonst gibt es keinen Geschmack. Gut eignet sich auch eine sog. "Bierkugel".

Ist alles schön angebraten, gib einen 2 TL Kümmel, 2 TL Pfeffer und 2 TL edelsüßen Paprika hinzu und nach dem Umrühren 1 Pfund rohe Kartoffelwürfel. Brate auch die Kartoffeln einige Minuten mit und gieße 1½  Liter heiße Fleischbrühe auf.

Ziehe jetzt den Topf auf eine kalte Platte, damit sich der Bratsatz durch Umrühren gut vom Boden lösen lässt. 
Nun koche auf kleiner Flamme den Eintopf zugedeckt noch 1 Stunde.

Abschmecken, ob noch Salz fehlt, dann abkühlen lassen.  Denn am besten schmeckt Kartoffelgulasch - und das gilt für viele Eintöpfe - wieder aufgewärmt.

Traditionsgemäß werden dazu Butterbrote gereicht.

Tipp: Sollte der Eintopf trotz allen Würzens nicht richtig würzig werden, so hilft wahrscheinlich 1 TL Essig. Das Gericht neigt durch die Möhren nämlich dazu, basisch zu werden – und das hemmt unsere Geschmacksnerven. Das gilt für alle Eintopfgerichte mit Möhrenanteil.

 

 

*