| Grünkernsuppe aus der Mildensteiner Schlossküche |
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Ein Handzettel mit einigen Zutaten lag in der Leisniger
Burg
Mildenstein aus -
aber eben kein richtiges Rezept. Grünkern ist unreif geernteter Dinkel - Dinkel das Getreide der Altvorderen. Durch die häufigen nassen Sommer im 16./17. Jhd. (Klimaerwärmung war noch kein Thema) verdarb oft das Getreide auf den Feldern, was zu großen Hungersnöten führte. Um überhaut ewas zu ernten, wurde der Dinkel unreif, also grün geerntet und nachträglich mit künstlicher Wärme getrocknet. Zuerst mit der Restwärme der Backöfen - später dann in sogenannte Darren, wie sie heute noch in manchen Dörfern im badischen vorhanden sind. Man entdeckte, dass dieser unreif geerntete Dinkel einen besonders aromatischen Geschmack besaß. So wird noch heute ein Teil der Dinkel-Ernte unreif geerntet und zu dem sogenannten Grünkern verarbeitet. Zutaten für einen 5L-Topf • 15 EL Grünkernschrot• 150 g Schweineschmalz • 100 g Butter Gemüse: • 1 großer Kohlrabi – in Stifte geschnitten • 2 Möhren – gestiftelt • 2 Petersilienwurzeln, 2 Pastinaken, gewürfelt • 1 Stange Lauch – in Scheibchen geschnitten • 2 Zwiebeln – grob gewürfelt • ½ Fenchelknolle – gewürfelt • Blattpetersilie – gehackte Blättchen Kräuter / Gewürze • 2 Stengel Rosmarin • 2 Stengel Thymian • 2 TL Majoran • 3 Lorbeerblätter • 5 Wachholderbeeren, zerdrückt • 1 TL Kümmel • 10 Körner grüner Pfeffer • statt nicht vorhandenem Liebstöckel - 2 Spritzer Maggi • Salz und Rauchsalz (Da ich nicht die Möglichkeit habe, wie in der Schlossküche, wegen der „Raucharomen“ über offenen Feuer zu kochen) Zubereitung Im Topf das Schmalz auslassen und Zwiebeln und Lauch anrösten.
Eine sehr gute und sättigende Suppe - mit jedem Aufwärmen schmeckt sie besser.
Wärmt so richtig durch - kann mir vorstellen, dass das in den kalten
Schlossmauern auch notwendig war... * |