12.06.2017

-  noch ein bisschen Leisnig  -

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Quo vadis Leisnig?

 Der verlotterte Bahnhof, die geschlossene Lutherstube, die leeren Fenster der verlassenen Läden am Markt und der Chemnitzer Straße.

Einstige Einkaufsgebiete - alles menschenleer - was sollen die Leute auch dort.
 Die Einkaufsgebiete wurden an die Peripherie Leisnigs, in die Supermärkte verlegt. Sechs Stück ringsherum!
Und die Innenstadt stirbt.

Außer mir war noch manch anderer über den Befund userer Heimatstadt entsetzt.
 
Das Klassentreffen sollte uns doch unser Leisnig wieder näherbringen. Und nun - das kann's doch nicht gewesen sein!

Der Eindruck vom 10. Juni 2017 konnte so doch nicht stimmen - konnte so nicht stehen bleiben.

Es ist so viel geschehen, seit der Wende. Die schmucken Häuser mit den neu gedeckten Dächern, neu gepflasterte Straßen, der neu gestaltete Markt - alles sauber, ordentlich und schön anzusehen.

Und nun?  -   Schlafstadt Leisnig?

Auf die Leisniger trifft dies gewiss nicht zu. Denke ich nur an das Riesen-Engagement des CCL zum Karneval und vielen anderen Veranstaltungen. Seit 1953 existieren die Aktivitäten "Leisniger Karneval" - ungebrochen aller einstigen gesellschaftspolitischen Schwierigkeiten.

Und die Leisniger Bürger waren es, welche gegen den Willen der Stadtoberen - die anstelle des verfallenen Bades einen Supermarkt ansiedeln wollten - sich wieder ein Freibad ertrotzt haben.
 
Und es waren auch nicht die Stadtoberen, die in Leisnig ein freies Wlan geschaffen haben - sondern die Gewerbetreibenden - auf eigene Kosten.

 Das beweist doch - die Leisniger werden ihr schönes Städtchen nicht aufgeben!

Und ich muss da vor allem auch an "unser" Kloster Buch denken, wo eine engagierte Gemeinschaft um den ehemaligen Leisniger Bürgermeister Heiner Stephan, aus einem total verfallenem Anwesen, mit unermüdlicher Energie wieder ein historisches Denkmal - eine touristische Attraktion geschaffen haben!

Ich hatte noch einen Tag und macht  einen großen  Rundgang durchs Städtchen. Überall spürte ich in vielen kleinen privaten Aktivitäten die Liebe der Bewohner zu ihrer Stadt.

In trister Umgebung - eine Streublumenwiese und hier ein bisschen Hundertwasser
Idylle ergeben den Reiz einer Kleinstadt


Zum Abschluss meines Rundganges entdeckte ich aber ein besonderes Idyll
 
   
  Was wollen uns die Anwohner dieses nach der Wende so schön restaurierten Wohnhauses mit dem Hissen der DDR-Flagge wohl sagen?
Vielleicht vermissen sie im wenige hundert Meter entfernten Supermarkt die dreckigen Möhren und angefaulten Kartoffeln, die sie in früheren Zeiten gewohnt waren.
Und Trabbis gibt's auch nicht mehr...
 
*
Etwas sehr Erfreuliches konnte ich auch noch erspähen,
was uns zum Klassentreffen noch nicht sichtbar war