30.06.2007
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-  Klassentreffen 2007 -
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Am Nachmittag ging es zu in die Unterstadt.
In der ehemaligen "Nudelbude" hat Herr Andrä eine riesige Ausstellung geschaffen, die Seinesgleichen sucht.
Von Automobilen aus "unserer Zeit" bis zu den Wohnzimmern unserer Eltern und Großeltern

Wer weiß noch, was eine Wäschemangel ist - und wer weiß, wie der Behälter rechts auf dem Küchenherd heißt?
 

Es ist der tief in den Küchenherd eingelassene Wasserbehälter, wo ständig heißes Wasser zu Verfügung stand
- das Ding heißt Wasserschiff !
Und dann kam natürlich die Große Überraschung
Das Marionettentheater Kotte war ein Begriff  -  wo wir Sonntags andächtig unseren ergatterten Fuffziger verbrieten
Da lagen sie, die Figuren unserer Kindheit - zu Tränen rührend oder Angst und Schrecken einflößend
(wo war da nur der Schulpsychologe?)

von Rotkäppchen bis Mephisto


Viele spannende Stunden verbrachten wir im kleinen Theater am Lindenplatz.
Wenn das Märchen zu Ende war und wir hinten herausströmten, kam schon die nächste Meute vorne herein.
Über 1000 Stücke zeigte Heinz Kotte seit 1926 in seiner "Leisniger Kleinbühne". Die Figuren und Dekorationen wurden von ihm und seinem Vater Gustav Kotte, der das Puppentheater 1918 in seinem Wohnzimmer gründete,  selbst hergestellt.
Doch es gab oft Schwierigkeiten
Bis es die SED-Kulturbanausen 1952 endlich vollbrachten, das missliebige Theater ganz zu schließen.
"Ein Dorn im Auge der neuen Umstände" - diese schwammige Formulierung fand die "Döbelner Zeitung" in diesem Jahr anlässlich des Gedenkens an den 100. Geburtstag von Heinz Kotte.
Ein wertvolles Stück Kultur wurde unwiederbringlich vernichtet.
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